Simplify Your Life

Heute morgen bin ich über die Google-Suche auf der Homepage simplify.de von Werner Tiki Küstenmacher gelandet, einem evangelischen Theologen in Bayern, der sich 1990 als Autor, Karikaturist und Redner selbstständig gemacht hat.

Die Karikatur mit der siebenstufigen Simplify-Pyramide hat mich doch ein wenig an mein eigenes  Chaos erinnert, also habe ich umgehend den Newsletter abonniert … und auch gleich noch das Buch Simplify Your Life von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar J. Seiwert bestellt.

In den nächsten Wochen werde ich Euch von meinem Selbstversuch bei der Umsetzung der Tipps berichten. Ich werde mich dabei weitgehend an die siebenstufige Simplify-Pyramide halten, aber auch andere Quellen einbeziehen, z. B. Die 7 Geheimnisse der Schildkröte von Aljoscha Long und Ronald Schweppe, Nie wieder Chaos! von Cynthia Ewer und andere.

Hier nun eine kurze Beschreibung der Simplify-Pyramide:

  • Stufe 1: Sachen
    Vereinfachen von Dingen auf dem Schreibtisch, im Kleiderschrank, in der Wohnung, in der Garage, im Auto – in dieser Reihenfolge und ohne Trennung zwischen privaten Utensilien und denen am Arbeitsplatz.
     
  • Stufe 2: Finanzen
    Ein schwieriges Thema, das oft schwieriger zu bewältigen ist, als das Chaos in Wohnung und Büro. Es geht hier um Bargeld, Kontostände, Schulden, Darlehen, Ersparnisse, Ausgaben und um mentale Blockaden im Umgang mit Geld.
     
  • Stufe 3: Zeit
    Ordnung bringen in 24 Stunden, damit auch sinnvolle freie Zeit übrig ist. Zeit für Partner, Kinder, Freunde, Chefs, Verwandte, aber auch für die tägliche Routine, Hobbys und vor allem für sich, Zeit zum Nachdenken, Energie tanken, Nichtstun.
     
  • Stufe 4: Gesundheit
    Krankheiten langfristig vermeiden, ein gesundes Miteinander von Körper und Geist und damit auch ein gesundes Verhältnis zur eigenen Sexualität erreichen, z. B. durch Abnehmen, gesunde Ernährung, Entspannungsübungen.
     
  • Stufe 5: Beziehungen
    Soziale Beziehungen können kompliziert sein und führen nicht selten zu Intrigen, Streit, Neid, Mobbing. Deshalb ist es wichtig frei zu werden für Kontakte, die wirklich bereichern.
     
  • Stufe 6: Partnerschaft
    Eine Partnerschaft muss nicht zwingend zwischen Ehepartnern oder Lebensgefährten bestehen; das können auch besondere Freunde, Verwandte oder andere wichtige Beziehungen oder für religiös orientierte Menschen Gott sein.
     
  • Stufe 7: Sie selbst
    Die Spitze der Pyramide. Ziel ist die Verwirklichung der eigenen Vorstellung von Glück und Erfüllung, der Sinn des Lebens.
     

Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis und auf Eure Kommentare.

Literatur:

Entrümpeln

Entrümpeln

Die letzten Artikel waren überwiegend theoretische Betrachtungen zum Thema Slow Living. Jetzt ist es an der Zeit, auch mal in die Praxis überzugehen.

Unser Ziel ist ein glückliches, zufriedenes Leben. Eine Vereinfachung und Entschleunigung des Alltags. Leider schleppen die meisten von uns aber unnötigen Ballast mit sich herum. Das können Dinge sein, die unser Heim aus den Nähten platzen lassen, aber auch Gedanken, die uns blockieren.

So war das bei mir vor einigen Jahren. Das Ergebnis, berufliche und private Katastrophen. Mein neues Heim war plötzlich zu klein für all die Dinge, die zudem noch mit unangenehmen Assoziationen belastet waren. Um wieder Luft zum Atmen zu bekommen, half nur eins – Entrümpeln. Erst mal den Termin der nächsten Sperrmüll-Sammlung rausgesucht und die großen Sachen entsorgt, das Auto vollgestopft und zum nahe gelegenen Wertstoffhof gefahren. Der erste Schritt war getan … Zu den Methoden, den Rest des Haushalts, des Arbeitsplatzes zu entrümpeln, werde ich öfter Artikel schreiben. Schaut also immer mal wieder rein 😉

Gedanken entrümpeln

Schwieriger ist es, den Kopf frei zu bekommen. Schlaflose Nächte, weil die Gedanken kreisen. Verpasste Termine, weil das Gedächtnis doch nicht mehr so fehlerfrei funktioniert. Da hilft nur eins, Ordnung schaffen durch Gedanken-Entrümpelung.

Gedanken entrümpeln mit Notizbüchern.

Ich verwende dafür ein Notizbuch, das ich immer bei mir habe. Auf die jeweils linke Buchseite notiere ich ALLES, was mir so wichtig erscheint, dass ich es nicht vergessen darf. Zuhause übertrage ich dann Termine in meinen Terminkalender und auf der rechten Seite des Notizbuchs baue ich eine Todo-Liste auf. Mehr zu Notizbüchern und Todo-Listen in einem der nächsten Artikel.

Diese Methode funktioniert für mich sehr gut. Keine Probleme beim Einschlafen mehr. Das Notizbuch liegt übrigens auf dem Nachttisch, falls ich mal aufwachen sollte und mir irgendwas merken möchte, was auf Garantie am nächsten Tage im Gedächtnis-Nirwana verschwunden wäre.

Entrümpeln gehört zu meinen Lieblingsthemen. Deshalb interessiert mich Eure Erfahrung damit sehr. Schreibt mir doch mal, nach welchen Methoden Ihr da vorgeht?

Bis zum nächsten Mal.