Slow Food = Soul Food

Slow Living ist eine aus der Slow Food® Bewegung hervorgegangene Idee, die sich der Entschleunigung aller Lebensbereiche widmet. Deshalb wird sich ein großer Teil dieses Blogs auch mit Ernährung beschäftigen.

Die Slow Food® Bewegung entstand in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts als Gegenentwurf zu Fast Food, dem genussarmen Trend – ohne den Gedanken an Sorgfalt, Nachhaltigkeit, ohne Berücksichtigung regionaler und saisonaler Produkte und überlieferter Rezepte. Die Nahrungsaufnahme soll eben möglichst schnell und unkompliziert erledigt werden. Konkreter Auslöser soll die Eröffnung eines McDonald’s Restaurants nahe der Spanischen Treppe in Rom gewesen sein.

Inzwischen ist Slow Food® eine Vereinigung mit mehr als 100.000 Mitgliedern weltweit. Das Logo dieser Vereinigung ist eine Schnecke als Symbol der Langsamkeit.

Der Zeitbegriff spielt gerade in diesem Teilbereich des Blogs keinesfalls eine dominante Rolle. Wie stets bei „Slow“ ist die Entschleunigung bei Slow Food nicht nur Selbstzweck, sondern auch Ergebnis der Bemühungen um das Erreichen bestimmter anderer Ziele. Dazu zählen Genuss, Qualität, die Berücksichtigung regionaler und ethischer Aspekte, ökologische Verträglichkeit und Nachhaltigkeit, das Bewahren von (Ess)kultur und anderes mehr.

leitartikel-food3Allgemeiner gesagt, es soll dafür Sorge getragen werden, dass „jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält“. (gefunden in der Slow Food Broschüre auf der Website von Slow Food Deutschland e. V.)

„Gut, sauber, fair“, sonst ist es kein Slow Food, sagt Carlo Petrini, Vater der Bewegung.

Und „gut, sauber, fair“ wollen wir alle Aspekte von Slow Food ausleuchten, aus unserem Blickwinkel ein eigenes Bild von Slow Food entstehen lassen. Aus Slow Food wird bei uns Soul Food – Genuss für Leib und Seele. Dabei soll die Entwicklung unserer eigenen Fähigkeit zum Genuss nicht zu kurz kommen.

Sollten wir aber doch mal in einer Filiale einer Schnellrestaurantkette gesehen werden, dann hat das nur einen Grund: wir testen wahrscheinlich gerade. Oder wir sind – wie die meisten unter uns – einmal schwach geworden. 😉 Auch das finden wir zutiefst menschlich.

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