Gesund durch Ernährung – Teil 2

Gemüsebratlinge

Viele Pillen schlucken und trotzdem krank, das muss nicht sein. Durch Ernährung die Chance nutzen, gesund zu werden und zu bleiben. Das ist keine Utopie. Im zweiten Teil der interessanten Dokumentation im NDR wurden wieder drei Beispiele gezeigt, die ich hier kurz zusammenfasse.

  • Fettleber
  • Bluthochdruck
  • Multiple Sklerose

Auf der Homepage des NDR http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/index.html findet Ihr jede Menge gut verständliche Hintergrund-Informationen, Videos, Tipps und Rezepte.

Gesund durch Ernährung – Teil 1

 

Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine häufige Erkrankung in Industrieländern. Mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland hat zu hohen Blutdruck, viele ohne es zu wissen. Zu hoher Blutdruck versucht oft kaum Beschwerden, ist oft aber dennoch gefährlich: Fettablagerung in den Arterien, Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folge sein. Ursache ist oft Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol, Rauchen und falsche Ernährung, aber auch beruflicher oder privater Stress. Zudem kann eine genetische Veranlagung Grund für Bluthochdruck sein. Auch die Hormone können den Blutdruck negativ beeinflussen, z. B. die „Pille“, eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre.

Therapie:

  • Richtige Ernährung: Gemüse, Obst, Fisch, wenig Salz. Viel Wasser und Kräutertees trinken.
  • Sport!
  • Gewichtsreduktion
  • Wenig Alkohol, keine Zigaretten
  • Stressabbau

Weitere Informationen:

 

Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose ist eine chronische Entzündung des Nervensystems. Frauen erkranken häufiger als Männer an MS. Oft wird die Krankheit im jungen Erwachsenenalter diagnostiziert. Die Entstehung von MS ist nicht eindeutig bewiesen. Mögliche Ursachen sind unter anderem eine genetische Veranlagung und bestimmte Umwelteinflüsse. Eventuell auch Vitamin-D-Mangel und kindliches Übergewicht. MS ist nicht heilbar, kann aber behandelt werden.

Mangoldgemüse
Mangoldgemüse

Therapie:

  • Ketogene Ernährung: Gemüse, hochwertige Öle, Nüsse, Samen. Täglich fettreiche Eiweißlieferanten: Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, fettreiche Milch, fettreiche Milchprodukte, Omega-3-Fettsäuren.
  • Möglichst keine Kohlenhydrate.
  • Physio-/Ergotherapie, logopädische Hilfe
  • Psychotherapie
  • Alternative Methoden: Akupunktur, Homöopathie, anthroposophische Heilmethoden

Weitere Informationen:

 

Fettleber

Die Fettleber ist ein häufiges Krankheitsbild. Fast jeder vierte Erwachsene ist von dieser Zivilisationskrankheit betroffen. Besonders stark Übergewichtige, Diabetiker und viele übergewichtige Kinder leiden daran. Ursachen sind meist Übergewicht, Alkoholmissbrauch, Medikamente. Auf Grund von Eiweißmangel können auch schlanke Menschen betroffen sein. Das Risiko für eine Fettleber erhöht sich auch während der Schwangerschaft.

Therapie:

  • Ernährungsumstellung
  • Kein Alkohol
  • Gewichtsreduzierung
  • Eventuell vom Arzt verordnete spezielle Eiweißdrinks
  • Sport!

Weitere Informationen:

 

Achtung: Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen.

Slow Living und Technik/Mobilität

Technik und Mobilität

Seien wir ehrlich: Das Wort Entschleunigung ist uns irgendwie verdächtig (wir klären gleich warum) und das treffendere Wort Verlangsamung verwenden wir eher noch weniger gern.

Entschleunigung, das ist etwas weniger Beschleunigung, immer noch ein hohes Tempo, aber mit dem Zugeständnis eines geringeren Tempozuwachses. Das Wort ist eine Unbehagen verursachende Verbeugung vor dem Diktat von „höher, schneller, weiter, größer“. Wer Wachstum, Zuwachs als Wert anzweifelt, stellt sich schnell an den Rand der Gesellschaft. Deshalb kommt uns das Wort Verlangsamung noch um einiges schwerer über die Lippen, denn da kommt er klar zum Vorschein, der Wunsch nach Benutzung der Bremse, nicht etwa der nach einem leichten Lupfen des Gaspedals.

In der Kategorie Technik und Mobilität wird es nötig sein, Farbe zu bekennen, was das Slow in Slow Living angeht. Wo spielt das Tempo eine Rolle, wenn nicht hier?

Du bist besonders technikaffin? Ich halte es für sehr gut möglich, dass sich Deine Haltung im Laufe der intensiven Beschäftigung mit dem Thema Slow Living in Technik und Mobilität ändern wird. Zum jetzigen Zeitpunkt bedeutet Slow Living nicht „möglichst langsam“, sondern „angepasste Geschwindigkeit“. So angepasst, dass bestimmte Vorgänge auch einmal mit sehr hohem Tempo ablaufen dürfen, wenn sie unvermeidlich sind und ihre zeitliche Ausdehnung den übrigen Interessen im Wege steht. In diesem Sinne können also eine schnelle Fortbewegung und der Einsatz technischer Hilfsmittel als produktiv gelten, solange sie nicht den übrigen Zwecken von Slow Living wie Nachhaltigkeit und sozialer Verträglichkeit widersprechen.

Nicht immer ist im Alltag der Weg das Ziel, was in einem innerstädtischen Stau sehr schnell klar werden dürfte. Effiziente Fortbewegung in der Gegenwart, der Unterschied zwischen Urlaub und Reisen, ein maßvoller Einsatz von Technik … zu diesen Themenfeldern ist eine riesige Vielfalt von Berichten und Beiträgen erkennbar, eine Vielfalt, die uns schwindlig machen könnte.

Aber glücklicherweise haben wir uns ja gemeinsam dem Ziel verschrieben, stets ein angemessenes Tempo zu wählen …

Winterzeit – Detox-Zeit

Winter

Wir sind gerade fleißig dabei, unser Heim zu entrümpeln. Warum also nicht auch mal unseren Körper entrümpeln. Viele fühlen sich nach den Feiertagen müde, schlaff, blass … einfach energielos. Das Wetter lädt auch nicht unbedingt dazu ein, sich viel an der frischen Luft aufzuhalten. Ich habe jedenfalls nicht besonders viel Lust bei Schmuddelwetter auf den Wanderwegen durch knöcheltiefen Schlamm zu stapfen. Nun versprechen viele Quellen in den Medien Energie durch Detox-Kuren (engl. Detoxification = Entgiftung, Entschlackung).

Ob eine solche Detox-Kur wirklich wirkt, ist umstritten und wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Ich habe auch nicht vor, eine komplette Anleitung für eine solche Kur zu verfassen. Einige Aspekte sind aber durchaus interessant und praktikabel und bieten eine willkommene Abwechslung.

Ein Punkt einer solchen Kur ist „viel trinken“. Damit habe ich schon mal meine liebe Not. Ich bin keine begeisterte Wassertrinkerin. Ist mir einfach zu langweilig – egal mit oder ohne Kohlensäure. Dann schon eher Fruchtschorles … aber nur die selbst gemixten. Leider darf man die durchaus erhebliche Kalorienzahl von Fruchtsäften nicht unterschätzen. Deshalb habe ich einige Rezepte für Detox-Getränke ausprobiert und hier für Euch zusammengefasst. Alle Zutaten sind auch jetzt im Winter frisch erhältlich. Ein Krug pro Tag davon wäre prima.

Cucumber Lemon Detox
Gurken-Zitronen-Detox-Wasser

 

Gurken-Zitronen-Detox-Wasser

  • 2 l Wasser
  • 1 Gurke waschen und hobeln (oder dünn schneiden)
  • 1 Zitrone waschen und dünn schneiden
  • 10-15 frische Minzblätter
  • (eine Handvoll Eis)

Alle Zutaten in einen Krug geben und ca. 30 Minuten im Kühlschrank stehen lassen. Ich lasse meistens das Eis weg, besonders im Winter. Die Mischung kann bis zu dreimal aufgegossen werden.

Apfel-Zimt-Detox-Wasser

  • 2 l Wasser
  • 2-3 Äpfel waschen, entkernen und dünn schneiden
  • 2 Zimtstangen
  • Ein ca. 3 cm großes Ingwerstück

Alle Zutaten in einen Krug geben und ca. 30 min Kühlschrank stehen lassen. Die Mischung kann bis zu dreimal aufgegossen werden.

Apfel-Essig-Detox-Wasser

  • 2 l Wasser
  • 2 Esslöffel Apfelessig
  • 2 Äpfel waschen, entkernen und dünn schneiden
  • 1 Zimtstange

Alle Zutaten in einen Krug geben und ca. 30 min Kühlschrank stehen lassen. Die Mischung kann bis zu dreimal aufgegossen werden.

Schreibt mir doch mal, wie Euch die Getränke schmecken? Habt Ihr noch mehr solche Rezepte?

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Entrümpeln

Entrümpeln

Die letzten Artikel waren überwiegend theoretische Betrachtungen zum Thema Slow Living. Jetzt ist es an der Zeit, auch mal in die Praxis überzugehen.

Unser Ziel ist ein glückliches, zufriedenes Leben. Eine Vereinfachung und Entschleunigung des Alltags. Leider schleppen die meisten von uns aber unnötigen Ballast mit sich herum. Das können Dinge sein, die unser Heim aus den Nähten platzen lassen, aber auch Gedanken, die uns blockieren.

So war das bei mir vor einigen Jahren. Das Ergebnis, berufliche und private Katastrophen. Mein neues Heim war plötzlich zu klein für all die Dinge, die zudem noch mit unangenehmen Assoziationen belastet waren. Um wieder Luft zum Atmen zu bekommen, half nur eins – Entrümpeln. Erst mal den Termin der nächsten Sperrmüll-Sammlung rausgesucht und die großen Sachen entsorgt, das Auto vollgestopft und zum nahe gelegenen Wertstoffhof gefahren. Der erste Schritt war getan … Zu den Methoden, den Rest des Haushalts, des Arbeitsplatzes zu entrümpeln, werde ich öfter Artikel schreiben. Schaut also immer mal wieder rein 😉

Gedanken entrümpeln

Schwieriger ist es, den Kopf frei zu bekommen. Schlaflose Nächte, weil die Gedanken kreisen. Verpasste Termine, weil das Gedächtnis doch nicht mehr so fehlerfrei funktioniert. Da hilft nur eins, Ordnung schaffen durch Gedanken-Entrümpelung.

Gedanken entrümpeln mit Notizbüchern.

Ich verwende dafür ein Notizbuch, das ich immer bei mir habe. Auf die jeweils linke Buchseite notiere ich ALLES, was mir so wichtig erscheint, dass ich es nicht vergessen darf. Zuhause übertrage ich dann Termine in meinen Terminkalender und auf der rechten Seite des Notizbuchs baue ich eine Todo-Liste auf. Mehr zu Notizbüchern und Todo-Listen in einem der nächsten Artikel.

Diese Methode funktioniert für mich sehr gut. Keine Probleme beim Einschlafen mehr. Das Notizbuch liegt übrigens auf dem Nachttisch, falls ich mal aufwachen sollte und mir irgendwas merken möchte, was auf Garantie am nächsten Tage im Gedächtnis-Nirwana verschwunden wäre.

Entrümpeln gehört zu meinen Lieblingsthemen. Deshalb interessiert mich Eure Erfahrung damit sehr. Schreibt mir doch mal, nach welchen Methoden Ihr da vorgeht?

Bis zum nächsten Mal.

Slow Living und Arbeit und Freizeit

Slow Living und Arbeit - Geschäftsreisen

Das Leben im Erwachsenenalter vor der Rente (und oft auch das von Kindern) teilt sich für die meisten von uns in die Zeit, in der wir arbeiten (lernen) und in die Zeit, die „frei von Arbeit“ ist. Freizeit ist diese letztere aber noch nicht, denn es wollen ja auch noch die Dinge erledigt werden, die wir als unerlässlich betrachten (Einkauf, Haushalt, Schularbeiten …), die „Pflichten“.

Für ein vom betroffenen Individuum als „im Gleichgewicht“ wahrgenommenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit wird heute gern der Begriff Work-Life-Balance verwendet, dem wir in dieser Kategorie unseres Blogs häufig Raum geben werden.

Die Philosophie versteht unter Arbeit das bewusste schöpferische Handeln des Menschen, wir wollen hier darunter aber die Tätigkeiten verstehen, die uns in die materielle Lage versetzen, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Unser Einfluss auf diese Tätigkeiten ist oft begrenzt, gerade deshalb sind sie es wert, einer intensiven Begutachtung unterzogen zu werden.

Denn nicht zuletzt sind die starren Regeln, das hohe Tempo, die unausweichlichen Erfordernisse, das „Rat Race“ im Arbeitsalltag die Dinge, die uns überhaupt erst an die Notwendigkeit einer Entschleunigung unseres Lebens denken lassen.

Ziel sollte also sein, diesen Teil unseres Lebens, dem wir kaum gänzlich entkommen können, so effizient wie möglich zu gestalten, wobei Effizienz sich hier auf das Verhältnis von investierter Kraft, geopferten Nerven und nicht selten vom Einsatz der Gesundheit in Relation zu einem möglichst guten Arbeitsergebnis bezieht. Wenn dabei womöglich so etwas wie „Lust an der Arbeit“ ins Spiel kommt … wunderbar!

Versuchen wir also gemeinsam den Arbeitsalltag im Sinne von Slow Living umzugestalten …

Slow Living und Freizeit

Beschäftigen wir uns nun mit dem zweiten Teil, der Freizeit, und sorgen für mehr Lebensqualität durch mehr Genuss in Heim, Garten oder Urlaub. Du verbringst schließlich (hoffentlich!?) in Deinem Zuhause oder im Garten, auf einer schönen Terrasse oder einem optimal genutzten Balkon noch viel mehr Zeit, als am Arbeitsplatz, falls Du nicht gerade im Urlaub bist. Und diese Zeit gehört Dir – Dir und Deiner Familie, Deinem sozialen Umfeld, Deinen Freunden. Also leg los, einen größeren Handlungsspielraum als im Freizeitbereich hast Du nicht!

Wir werden Dich dabei in vielerlei Hinsicht unterstützen, mit launigen, philosophischen, meist aber sehr praktischen Betrachtungen und Tipps, mit Erfahrungsberichten oder mit Hinweisen auf Produkte, die zur Entschleunigung Deines Freizeitlebens beitragen können.

Denk daran: Ziel ist ein erfülltes Leben, nicht der Verzicht an sich im Sinne von Askese, sondern die Vermehrung Deiner Lebensfreude und vergiss dabei bitte nicht, an die Nachhaltigkeit, die langfristige Bedeutung Deines Freizeitverhaltens zu denken!

Gesund durch Ernährung – Teil 1

Lachs und Thunfisch

Gestern habe ich über Slow Living und Gesundheit/Wellness geschrieben. Also weshalb nicht mal versuchen, durch Ernährung die Einnahme von Medikamenten zu vermindern. Gesund durch Ernährung, ohne Medikamente drohende schwere Erkrankungen abwehren – das funktioniert. Im ersten Teil der Doku wurden drei Beispiele gezeigt; hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Fettstoffwechselstörung
  • Sodbrennen
  • Diabetes

Auf der Homepage des NDR findet Ihr jede Menge gut verständliche Hintergrund-Informationen, Videos, Tipps und Rezepte.

Cholesterin, Triglyzeride

Fettstoffwechselstörungen werden oft nicht rechtzeitig erkannt, da der Patient zunächst keine Beschwerden hat. Fettablagerung in den Arterien, Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall können aber die Folge sein. Ursache ist in erster Linie ein erblicher Stoffwechseldefekt, dazu kommen meist Stress, Bewegungsmangel, unregelmäßiges einseitiges Essen, Fastfood, zu viel Fett und Zucker, Übergewicht.

Empfehlung:

  • Umstellung auf gute Fette: z. B. in Nüssen, fettem Fisch (Hering, Lachs, Makrele), Raps- oder Leinöl.
  • Sport!

Weitere Informationen:

 

Sodbrennen – Vorstufe von Krebs

Die ständig zurückfließende Magensäure schädigt die Speiseröhre auf Dauer. Es entstehen Entzündungen, Verätzungen, Verengungen und Geschwülste – Gefahr, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Auslöser ist zu viel Säure im Magen, bedingt durch zu üppige, fette, süße, saure Ernährung.

Empfehlung:

  • Vier bis fünf kleine Mahlzeiten. Viel Eiweiß, z. B. Milchprodukte, helles Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte. Heißhunger auf Süßes durch Bitterstoffe vertreiben.
  • Sport! Stressabbau!

Weitere Informationen:

Chinesische Tofupfanne

Diabetes

Diabetes, eine der häufigsten Volkskrankheiten. Vor allem Typ 2 (90 % aller Diabetiker leiden daran) kann als Wohlstandskrankheit bezeichnet werden. Ursache ist meistens Übergewicht, Bewegungsmangel, ungeeignete Ernährung und familiäre Veranlagung.

Empfehlung:

  • Eine Haferkur mit Wasser oder Beeren, z. B. Himbeeren, Rohkost, gedünstetes Gemüse, keine Kohlenhydrate, wenig Obst, Naschen nur unmittelbar vor der Hauptmahlzeit.
  • Sport!

Weitere Informationen:

 

Achtung: Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen.

Slow Living und Wellness

Slow Living - Wellness

Slow Living und Wellness – in welchem Verhältnis stehen diese beiden englischen Begriffe? Das Wort Wellness ist mittlerweile fest im deutschen Sprachgebrauch verankert (wenn auch mit sehr unterschiedlichen Assoziationen verbunden), während Slow Living sich gerade anschickt, den Schritt aus dem Halbschatten eines elitären Umfelds in das Licht der Öffentlichkeit zu wagen.

Das Kofferwort Wellness besteht aus den Bestandteilen well-being (Wohlbefinden), fitness (gute körperliche Verfassung) und happiness (Glück, Zufriedenheit, Fröhlichkeit).

Slow Living widmet sich der Entschleunigung aller Lebensbereiche. Das Wohlbefinden, die Gesundheit, die Zufriedenheit zu steigern, sind erklärte Ziele dieser Entschleunigung, Wellness im Wortsinne also ein Werkzeug zum Erreichen dieser Ziele.

Leider wird das Wort Wellness mindestens so häufig zu Werbezwecken missbraucht wie „Bio“ und enthält dabei meistens noch weniger Inhalte.

Wenn ein Mineralwasser, ein Hotelpool, ein Ionengenerator (optisch große Ähnlichkeit mit einem Haarfön), eine Sonnenbrille, Wolldecken, geschmacklose Pantoletten – um nur wenige Beispiele zu nennen – mit dem Hinweis auf Wellness angeboten werden, ist das für uns ein Signal, gerade in diesem Bereich genau hinzusehen und Euch neben vielen Informationen und Empfehlungen für Euer körperliches Wohlergehen, auch Hinweise auf mögliche Betrügereien zu geben.

Häufig wird sicher gerade in dieser Kategorie Angenehmes zu lesen sein, es wird aber auch nicht ohne Berichte über Ärgerliches und Sinnloses gehen können, besonders wenn Nachhaltigkeit oder der schonende Umgang mit Ressourcen hinterfragt werden.

Im allgemeinen Sprachgebrauch scheint Wellness oft als Synonym für „Anwendungen und Programme zur Entspannung“ verstanden zu werden, aber in unserem Kontext wollen wir uns dem Bereich „Körper, Geist, Seele“ gründlich und intensiv widmen (und dabei die Bereiche Sport und Gesundheit ebenfalls berücksichtigen).

Unser Ziel ist eine verbesserte Urteilsfähigkeit, denn ohne Frage ist Gesundheit ein Primärziel von Slow Living, ohne das sich andere Ziele schwer erreichen lassen.

Slow Living - Wellness

 

Slow Food = Soul Food

Soul Food - Heimische Tomaten

Slow Living ist eine aus der Slow Food® Bewegung hervorgegangene Idee, die sich der Entschleunigung aller Lebensbereiche widmet. Deshalb wird sich ein großer Teil dieses Blogs auch mit Ernährung beschäftigen.

Die Slow Food® Bewegung entstand in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts als Gegenentwurf zu Fast Food, dem genussarmen Trend – ohne den Gedanken an Sorgfalt, Nachhaltigkeit, ohne Berücksichtigung regionaler und saisonaler Produkte und überlieferter Rezepte. Die Nahrungsaufnahme soll eben möglichst schnell und unkompliziert erledigt werden. Konkreter Auslöser soll die Eröffnung eines McDonald’s Restaurants nahe der Spanischen Treppe in Rom gewesen sein.

Inzwischen ist Slow Food® eine Vereinigung mit mehr als 100.000 Mitgliedern weltweit. Das Logo dieser Vereinigung ist eine Schnecke als Symbol der Langsamkeit.

Der Zeitbegriff spielt gerade in diesem Teilbereich des Blogs keinesfalls eine dominante Rolle. Wie stets bei „Slow“ ist die Entschleunigung bei Slow Food nicht nur Selbstzweck, sondern auch Ergebnis der Bemühungen um das Erreichen bestimmter anderer Ziele. Dazu zählen Genuss, Qualität, die Berücksichtigung regionaler und ethischer Aspekte, ökologische Verträglichkeit und Nachhaltigkeit, das Bewahren von (Ess)kultur und anderes mehr.

leitartikel-food3Allgemeiner gesagt, es soll dafür Sorge getragen werden, dass „jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält“. (gefunden in der Slow Food Broschüre auf der Website von Slow Food Deutschland e. V.)

„Gut, sauber, fair“, sonst ist es kein Slow Food, sagt Carlo Petrini, Vater der Bewegung.

Und „gut, sauber, fair“ wollen wir alle Aspekte von Slow Food ausleuchten, aus unserem Blickwinkel ein eigenes Bild von Slow Food entstehen lassen. Aus Slow Food wird bei uns Soul Food – Genuss für Leib und Seele. Dabei soll die Entwicklung unserer eigenen Fähigkeit zum Genuss nicht zu kurz kommen.

Sollten wir aber doch mal in einer Filiale einer Schnellrestaurantkette gesehen werden, dann hat das nur einen Grund: wir testen wahrscheinlich gerade. Oder wir sind – wie die meisten unter uns – einmal schwach geworden. 😉 Auch das finden wir zutiefst menschlich.

Slow Living

Zeit zum Entschleunigen

„Slow Living ist die Entscheidung für ein bewusstes Leben mit dem Ziel, das eigene Wohlergehen und das der Gemeinschaft und der Umwelt zu verbessern. Slow Living berücksichtigt in besonderem Maße die Rolle der Zeit bei der Ausgestaltung der Qualität unseres Lebens.“
(Begriffsdefinition, übertragen a. d. englischsprachigen Wikipedia)

Ein erfülltes Leben führen, der „verbrauchten“ Zeit Sinn und Bedeutung geben – Wünsche, die jedem Menschen mehr oder weniger häufig in den Sinn kommen, deren Umsetzung jedoch nur allzu oft im alltäglichen „Rat Race“ stecken bleibt, dem rastlosen und häufig sinnentleerten Rennen in einem Hamsterrad.

Sich vorzunehmen, ab sofort durch Entschleunigung mehr Qualität in das alltägliche Handeln und das Leben insgesamt zu bringen, ist ein erster Schritt, nicht mehr. Es gilt nämlich leider nicht das so gern verwendete Sprichwort „Aller Anfang ist schwer“, sondern das viel treffendere „Anfangen ist leicht, Beharren eine Kunst“.

Wozu dieser Blog?

„Slow Living“ soll eine fortgesetzte Informationsquelle zu sein. Mit einer Vielzahl von Anregungen und Argumenten versucht er, den Tritt in den Allerwertesten zu ersetzen; den Tritt, der den vielleicht wichtigsten Aspekt beim Entschleunigen Deines Lebens unterstützen soll: die Nachhaltigkeit, das langfristige Fortdauern Deiner Motivation.

Bleib also dran!

Ziel für uns alle ist ein erfülltes Leben: nicht der Verzicht an sich, sondern die Vermehrung der Lebensfreude!

Damit ist nicht eine „Zurück ins Mittelalter“-Haltung gemeint, eine bloße Vereinfachung im Sinne von „kein Auto, kein Bildschirm im Haushalt, schon ist das Leben entschleunigt“. Genaue Informationen und daraus folgende Entscheidungen werden einen angemessenen Weg ergeben.

Kein Bereich des privaten und gesellschaftlichen und vermutlich auch des politischen Lebens wird dabei unberücksichtigt bleiben, weder auf kurze Sicht, noch im Hinblick auf eine nachhaltige, langfristige Perspektive.

Wir möchten Dich auf unterhaltsame Weise fit machen für die vielen kleinen und großen Entscheidungen im Spannungsfeld aus Entsagung und Übersättigung, Quantität und Qualität, Aufwand und Ergebnis – Du findest Deinen individuell „richtigen“ Genuss irgendwo mittendrin.

Slow Living
Slow Living – Zeit für Dich, Zeit für Freunde

Wir sind höchst gespannt, in welcher Weise dieser Blog sich entwickeln wird, nicht zuletzt dadurch, dass unsere tägliche Arbeit mit ihm Einfluss auf den Fortgang unseres eigenen Lebens nimmt. Wir möchten, dass Du auf unterschiedlichste Weise daran mitwirkst. Fühle Dich also ausdrücklich dazu ermuntert.

Mach das, was Dir Vergnügen bereitet und genieße, was Du tust!